Referenzen / Oil & Gas

Vorrangig planen unsere Ingenieure im Branchen-Schwerpunkt Oil & Gas Anlagen zur Verarbeitung von Rohstoffen zu Primär- und Folgeprodukten sowie Anlagen zur Produktion der dazu erforderlichen Komponenten.

Unser Portfolio: Neubauprojekte, Modernisierungen und Prozessoptimierungen.


Referenz-Technologie: Das Closed Coke Slurry System (CCSS)

Ein Beispiel für die Innovationskraft von TRIPLAN ist die Entwicklung des patentierten Closed Coke Slurry System (CCSS). Diese Technologie ist das derzeit umweltfreundlichste Verfahren zum Handling von Petrolkoks.

Zum Hintergrund: Die mineralölverarbeitende Industrie hat weltweit stetig schwerere Rohöle zu verarbeiten, womit sich auch der Anteil an schweren Rückständen erhöht. So wird – US-Studien zufolge – der Anteil an Heavy Crudes am Rohölmarkt innerhalb der gegenwärtigen Dekade um 50 % ansteigen. Nach Meinung vieler Experten wird auch die momentane Produktions-Hausse an leichten, durch Fracking gewonnenen Rohölen in den USA an dieser langfristigen Einschätzung nichts ändern. Gleichzeitig schrumpft der Absatzmarkt für hochschweflige und metallisch hoch belastete Rückstände weiter, da diese unter Umweltaspekten kaum noch als Brennstoff eingesetzt werden (Bunker Oil Regulation).

Einen Ausweg bieten Konversionsverfahren, die diesen Rückstand in wertvolle leichte Produkte und Petrolkoks aufspalten, wie das beim Delayed Coking-Verfahren geschieht. Bei diesem Prozess verbleiben die neu gewonnenen Gas- und Flüssigprodukte in den herkömmlichen Raffinerieanlagen zur Weiterverarbeitung, während der Petrolkoks in regelmäßigen Prozesszyklen aus den Kokskammern hydraulisch entfernt und extern, im Freien, weiterbehandelt wird.

Machbarkeitsstudien haben gezeigt, dass die Investitionskosten für das Closed Coke Slurry System im Rahmen eines Delayed Coker-Neubaus gegenüber einer konventionellen Betonfläche mindestens gleich oder gar niedriger sind. 

Im Vordergrund des Verfahrens steht zum einen der Umweltschutz, zum anderen der gesundheitliche Schutz der hier tätigen Mitarbeiter und nicht zuletzt die Minimierung des Gefährdungspotenzials am Arbeitsplatz.

Die erste CSSS-Anlage wird 2018 in einer Raffinerie in Polen / Danzig im Rahmen eines Coker-Neubaus in Betrieb genommen.


Referenz-Projekt: Produktion von Hochleistungs-Schmierstoffen

Rhenus Lub plante auf dem Werksgelände im Gewerbegebiet Mönchengladbach-Rheindahlen den Bau einer neuen Hightech-Anlage zur Herstellung von Hochleistungs-Schmierstoffen für anspruchsvolle Anwendungen wie etwa in der Automobil-Industrie. TRIPLAN wurde zunächst mit Machbarkeitsstudien, Standortuntersuchungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen beauftragt. Schließlich erhielten die Spezialisten der TRIPLAN in Karlsruhe den Auftrag zur Durchführung des Basic- und des Behörden-Engineerings, einschließlich des Antrags gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG). Der Generalplanungsauftrag umfasste neben dem Detail-Engineering die Bauleitung und die Inbetriebnahme-Unterstützung. Bei der Abwicklung des Projekts bewährte sich einmal mehr neben den unternehmenseigenen Anlagenplanungs-Tools TRICAD sowie dem Engineering- und Lifecycle-Data-Management-System TRIBASE auch die gemeinsam mit einem schweizerischen Pharmaunternehmen entwickelte Projekt-Management-Software HEXAPLAN-PM.

Aufgrund der optimierten Prozessführung, der umfassenden Ausstattung mit modernster Mess- und Regeltechnik inklusive zentraler Leittechnik und Hinterlegung aller Rezepturen im System produziert die neue Fettfabrik eine Qualität, wie sie zuvor nur im Labormaßstab möglich war. Wichtig: Die Prozesse sind nachvollziehbar und können somit validiert werden. Die Produktionskapazität wuchs (+40 %), während aufgrund des geringeren Personalbedarfs, der praktisch ausschussfreien Fertigung und der effizienteren Nutzung von Energie die Produktionskosten sanken (-20 %). Nicht zuletzt kann Rhenus Lub dank der dezentralisierten Fertigung mit 15 unterschiedlichen Produktionslinien erheblich flexibler auf individuelle Kundenwünsche eingehen.