Referenz / Fernwärme

Fernwärme ist energieeffizient, hat einen guten CO2-Footprint und passt in die Zeit. Wer als Wärmequelle ein Industrieunternehmen wie beispielsweise eine Raffinerie auswählt, braucht als Planer allerdings viel Know-how in der Prozesstechnik, um die Kernaufgaben der Anlage nicht negativ zu beeinflussen.


Referenz-Projekt: MiRO - Aus Abwärme wird Nutzwärme

Nach dem bereits 2008 erstellten Basic-Engineering zur Nutzung von Prozessabwärme aus der Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) durch das Einspeisen dieser Energie in das Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe, erhielt TRIPLAN in Folge auch den Anschluss-Auftrag für das Detail-Engineering der 1. Ausbaustufe auf dem Gelände der MiRO in Karlsruhe.

Für dieses bemerkenswerte Umweltprojekt von Karlsruhe installierten die MiRO und die Stadtwerke Karlsruhe auf dem Raffineriegelände hochmoderne Plattenwärmeübertrager und speisen seitdem die gewonnene Prozessabwärme in eine 5 km lange Fernwärmeleitung zum Heizkraftwerk West ein.

Die Eckdaten der 1. Ausbaustufe:

  • Wärmeleistung: 40 MW (Leistungsbedarf von rund 8000 Wohnungen)
  • Bauzeit: 2008 bis 2010
  • Investitionsumfang: ca. 30 Millionen Euro
  • Wärmebezug: ca. 300.000 MWh pro Jahr (das ist rund ein Drittel des gesamten Fernwärmebedarfs in Karlsruhe).

Das an TRIPLAN vergebene Projekt umfasste die Anlagenbau-, Bau- und Stahlbauplanung auf dem Gelände der MiRO bis zum Übergabepunkt auf dem Werksgelände.

Die Ausbaustufe 2 umfasst die Anbindung des WT1 an den bestehenden Fernwärmeverbund MiRO WT2 – SWK. Das bestehende Fernwärmesystem wurde um 13 Wärmequellen mit einer mittleren Leistung von ca. 50 MW erweitert. Hierzu wurden Plattenwärmeübertrager als auch Rohrbündelwärmetauscher in 7 verschiedenen Anlagenbereichen im Werksteil 1 aufgestellt sowie 3 neue Transferpumpen im Werksteil 2 zum SWK installiert. Die neuen Wärmequellen wurden über einer Transferleitung DN400 bzw. 16“ (Vor- und Rücklauf) mit dem bestehenden Netz verbunden.

Die Eckdaten der 2. Ausbaustufe:

  • Wärmeleistung: 50 MW (Summe der Wärmeleistung mit Ausbaustufe 1: ca. 90MW)
  • Bauzeit: 2014 bis 2015
  • Investitionsumfang: ca. 25 Millionen Euro

TRIPLAN Technology hat im Zuge dieses Projektes das Konzept, das Basic Engineering inklusive verschiedene Projektvarianten sowie das Detail Engineering erstellt als auch bei der Bauausführung und Inbetriebnahme mitgewirkt.

Projektumfang von TRIPLAN umfasste den Anlagenbau- sowie die Bau- und Stahlbauplanung.